Use Cases
Freigabe vor Versand (MAIR/NK)
Heikle Mails oder Texte gehen nicht „einfach raus“, sondern durch einen kurzen Freigabeprozess. MAIR/NK hält fest, wer prüft, was freigegeben wurde und unter welchen Bedingungen.
Ablauf: Ein Entwurf entsteht (z. B. Antwort an einen Kunden). Das System erkennt anhand von Tags/Regeln, dass „Fach“ und „Recht“ involviert sein müssen. Beide erhalten eine kompakte Zusammenfassung und können freigeben oder Änderungen verlangen. Marker (Ticket-ID, Quelle, Version) werden automatisch gesetzt, die Entscheidung wird protokolliert.
Ergebnis: Versand erst nach Freigabe. Für jeden Schritt gibt es einen nachvollziehbaren Eintrag: wer geprüft hat, was sich geändert hat, und wann die Freigabe erfolgt ist. Kein Nachtelefonieren, keine Grauzonen.
Einheitliche Reklamationsantwort (VPS)
Wiederkehrende Reklamationen sollen in gleichbleibender Qualität beantwortet werden – ohne jedes Mal neu zu formulieren. VPS stellt freigegebene Textbausteine/Prompts bereit und setzt Variablen automatisch ein.
Ablauf: Falltyp wählen (z. B. „Defekt bei Lieferung“), Pflichtfelder ausfüllen (Bestellnr., optional Foto) → VPS lädt freigegebene Bausteine (Ton, Kulanz, Klauseln) per Tags/Versionen, fügt Falldaten ein und erzeugt den Entwurf → optional Freigabe via MAIR/NK → optional PII-Check via Protect Core → Versand; verwendete Versionen werden im VPS protokolliert.
Ergebnis:Einheitlicher Stil, deutlich weniger Schreibaufwand, nachvollziehbare Baustein-Versionen.
Eine Zahl – alle Kanäle (Pitch Sync)
Zahlen und Aussagen liegen einmal zentral vor und werden von dort bezogen. Wenn sich ein Wert ändert, ziehen Mail-Vorlagen, Slides und kurze Website-Snippets automatisch nach.
Ablauf: Eine Kennzahl (z. B. MRR) wird mit Quelle und Datum aktualisiert. Pitch Sync prüft, in welchen Artefakten dieser Wert vorkommt, passt die Stellen an und führt ein Änderungsprotokoll. Texte, die an der Zahl hängen (Claims, Vergleiche), werden entsprechend angepasst.
Ergebnis: Keine Widersprüche mehr zwischen Deck, E-Mail und Webseite. Jede Zahl ist zurückführbar auf Quelle, Zeitpunkt und Freigabe.
PII-Schutz am Ausgang (Protect Core)
Personenbezogene Daten werden vor der Ausgabe erkannt und behandelt – nicht erst, wenn sie bereits versendet wurden. Das betrifft u. a. IBAN, Telefonnummern, Namen oder interne IDs.
Ablauf: Ein Textentwurf wird automatisch geprüft. Erkannte Treffer werden maskiert oder – je nach Regel – blockiert. Bei Bedarf fordert das System eine Freigabe einer berechtigten Rolle an (Begründung erforderlich). Alle Entscheidungen werden mit Gründen geloggt.
Ergebnis: DSGVO-saubere Ausgaben, nachvollziehbare Ablehnungen und ein klarer Nachweis darüber, warum etwas geschwärzt oder freigegeben wurde.
Marktdaten normalisieren (Exchange Core)
Mehrere Datenquellen (APIs, Dateien, News-Feeds) werden vereinheitlicht und auf eine gemeinsame Referenz (z. B. ISIN) gemappt. Ausreißer und Lücken werden sichtbar, statt stillschweigend „wegzumitteln“.
Ablauf: Feeds werden abgeholt, gecacht und auf das Zielschema gemappt. Plausibilitäten (z. B. Sprünge > x %) werden markiert. Eingänge und Versionen sind protokolliert; der bereinigte Feed steht intern bereit – für Abfragen, Tests oder weitere Schritte.
Ergebnis: Verlässliche, versionierte Daten statt API-Chaos. Klar ersichtlich, woher ein Wert stammt und warum er akzeptiert oder verworfen wurde.
Pflegebericht & Übergabe (Doku Core)
Pflege- und Sozialteams dokumentieren täglich viele Einträge. Doku Core strukturiert Notizen (z. B. SIS/BI-Bezug, Maßnahmen, Skalen) und hält Versionen, Zuständigkeiten und Übergaben sauber nach.
Ablauf: Klient/Patient und Schicht wählen → kurzer Freitext bzw. Ereignisse erfassen → Doku Core schlägt Formulierungen/Skalen vor, prüft Pflichtfelder (Maßnahme, Wirkung, Besonderheiten) → Eintrag versioniert speichern → optional Übergabe-Zusammenfassung erzeugen; Punkte für Rückfragen markieren.
Ergebnis: Einheitliche Einträge, Übergabe-Export bei Schichtwechsel und ein prüfbarer Verlauf (wer/was/wann).
Echo:me – Niedrigschwellige Begleitung (ohne Therapie)
Echo:me entlastet Menschen im Alltag: kurz verstanden fühlen, Orientierung finden, eine kleine nächste Aktion wählen. Kein Diagnostik-/Therapie-Tool. Mit Rollen, Freigaben und Schutzregeln, damit nichts aus dem Ruder läuft
Ablauf:
Start & Einverständnis: Hinweis „keine Therapie / kein Notfallersatz“, Einwilligung, Schutzzeiten (z. B. 22–7 Uhr) und Notfallkontakt optional hinterlegen.
Rollen setzen (MAIR/NK): Nutzer*in, Peer/Bezugsperson, optional Fachkraft. Freigaben steuern, wann etwas geteilt werden darf.
Check-in (sehr leicht): 1–2 Sätze „Wie geht’s?“ + einfache Skala.
Echo: 2–3 Sätze spiegeln, was verstanden wurde („Ich höre A und B…“), eine Lücke benennen, max. 2 Vorschlägeanbieten (z. B. kurzer Walk, Atemübung, Peer anpingen).
Guardrails: Krisen-/Warnwörter → sofortige Hinweise auf Hilfeoptionen & „Möchtest du, dass [Notfallkontakt/Peer/Fachkraft] informiert wird?“ (Freigabe nötig). Notfall: stets Hinweis auf 112.
Schutz & Nachvollziehbarkeit: Protect Core maskiert sensible Daten; ohne Einwilligung wird nichts geteilt. Mini-Log: Zeitpunkt, gewählte Option, „geteilt ja/nein“ – mehr nicht
Ergebnis: Spürbare Entlastung durch kurzes Gesehen-Werden, kleine nächste Schritte statt Überforderung, sichere Brücke zu Menschen/Hilfe, transparente Kontrolle über Daten & Weitergabe.
